Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

Tag des Einbruchschutzes 2019

27. Oktober 2019

Der Tag der jährlichen Zeitumstellung nach dem Ende der Sommerzeit ist als „Tag des Einbruchschutzes“ Teil der Kampagne „K-EINBRUCH“ (Link). Anlass für die Vereinsgründung der „BuSi“ Ende 2015 waren die seinerzeit massiv zugenommenen Haus- und Wohnungseinbrüche. Deutschlandweit 2015, in Berlin schon ab 2012 und in Französisch Buchholz 2016 erfasste die Polizei so viele Einbrüche wie nie zuvor. Allerdings - und das ist die gute Nachricht - stieg kontinuierlich die Zahl der Einbruchsversuche. Dies sei, so die Polizeilichen Kriminalstatistiken, Folge einer verbesserten Sicherung der Wohnungen. Und nach den Höchstständen sinkt die Anzahl der vollendeten Einbrüche deutlich, was auf eine positive Auswirkung der Präventionsmaßnahmen hindeute.

„BuSi“ hatte Anfang 2016 begonnen, die dem Verein bekannt gewordenen Haus- und Wohnungseinbrüche in Französisch Buchholz in einer digitalen Ortskarte zu erfassen. In den Statistiken wird wiederholt beispielsweise auf das vermutlich große Dunkelfeld nicht angezeigter Diebstahlsversuche hingewiesen. Während die Polizei dies aktuell durch eine bundesweite Bürgerbefragung „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) untersucht (Link), ist die „BuSi“ so gut vernetzt, dass sie ortsbezogen dieses Feld erhellen kann. Dabei waren in der Tat Abweichungen festzustellen und einen möglichen Grund dafür hat „BuSi“ im Artikel „Durch Schaden klug werden? Lieber nicht!“ vom 1. November 2018 beschrieben (Link).

„BuSi“ ist ergänzend, aber nur in Französisch Buchholz in der Kriminalitätsprävention tätig. Was das in der Praxis ganz konkret bedeutet, zeigte sich in den Herbstferien. An zwei Tagen hintereinander jeweils gegen Mitternacht wurden in der La-Rochelle-Straße, erst im Bereich der Mazetstraße und dann im Bereich der Nisbléstraße, ein recht junger und ein älterer Mann beobachtet. Das Verhalten der beiden Männer, die Gesamtumstände und ein besonderes Merkmal ihres Fahrzeugs ließen die mögliche Schlussfolgerung zu, dass hier Einfamilienhäuser ausgespäht wurden. Offenbar angesichts des auffälligen BuSi-Autos entfernten sich die Männer schnell mit dem Auto und wurden in den folgenden Tagen nicht mehr gesehen.

Immer mehr Buchholzer Einwohner sichern ihr Eigentum mit Alarmanlagen und Außenkameras. Solche Anlagen finden sich seit etwa vier Jahren zunehmend auch bei Discountern zu überschaubaren Preisen - wohl ebenfalls eine Reaktion auf die verstärkte Nachfrage infolge der Einbruchsentwicklung. „BuSi“ berät dazu gerne. Am wichtigsten ist aber die gegenseitige Aufmerksamkeit der Nachbarschaft. So spähte Ende September ein Mann mehrere Häuser aus, zu denen er sich teilweise gewaltsam Zutritt verschafft hatte. Dank der Hinweise der Bewohner konnte die Polizei ihn festnehmen. „BuSi“ rät zur Vorsicht auch während des Tages. Gerade vormittags, wenn zum Beispiel die Kinder in der Schule und die Eltern auf der Arbeit sind, sollte Achtsamkeit geboten sein. Denn Alarmanlagen und Außenkameras schrecken gerade organisierte Tätergruppen nicht ab, wohl wissend, dass das statistische Risiko erwischt zu werden, gering ist.

Allerdings machen es viele Grundstücksbesitzer den Einbrechern durchaus leicht. Für hübsche, hohe Hecken gibt es gute Gründe. Denn ungern möchte man sich den Blicken Fremder aussetzen. Aber Einbrecher nehmen so einen Sichtschutz dankbar an. In diesen Fällen ist ein Schutz mit einbruchhemmenden Türen und Fenstern wichtig. „BuSi“-Mitglieder profitieren hier von den Vorzugsangeboten eines zertifizierten Herstellers, mit dem die „BuSi“ seit Gründung zusammenarbeitet.

Passend dazu: Artikel des Tagesspiegel vom 26. Oktober 2019 „Einbrüche gibt es im ganzen Stadtgebiet“ (Link)

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