Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

Infostand der BuSi

20. November 2019

Jüngst wurde vermehrt in Französisch Buchholz und noch mehr in den umliegenden Ortsteilen in Häuser und Wohnungen eingebrochen. Am 16. November 2019 informierte die BuSi über die Vereinsarbeit. Anlass des Infostandes waren nicht die Einbrüche, denn der Stand war schon länger geplant, aber sie waren Hauptthema. In vielen Gesprächen konnte die BuSi ein Gesamtbild gewinnen, was die Buchholzer im Hinblick auf ihre Sicherheit bewegt. Der BuSi wurden auch hier Informationen anvertraut, die der Polizei oder anderen Ordnungsbehörden eher vorenthalten werden. Diesbezüglich konnte die BuSi einige Vorbehalte oder gar Ängste abbauen.

Dies fiel uns positiv auf:

  • Ein älteres Ehepaar berichtete, dass es auf Anregung der BuSi das kostenlose Angebot der Polizei wahrnahm, sich über die Einbruchsicherheit ihrer Wohnung zu informieren. Beispielsweise hatten sie eine Einfachverglasung ohne abschließbare Fenstergriffe und ohne Pilzverriegelung. Die Polizei hatte sie umfassend beraten und zur Umsetzung, das gehört zur Wahrheit dazu, mussten Sie Geld in die Hand nehmen. Allerdings konnten sie von den Fördermitteln der KfW profitieren. Nun haben sie einbruchhemmende Fenster, eine verstärkte Wohnungstür und Sicherungselemente. Vor den Um- und Einbaumaßnahmen sprachen sie als Mieter die Wohnungsgesellschaft an und diese - für das Ehepaar überraschend - beteiligte sich an den Kosten.
  • Ein anderes Ehepaar berichtete, dass sie quasi ihr Herz in die Hand genommen haben und die ihr bislang noch unbekannten direkten Nachbarn in der Wohnanlage angesprochen haben. Denn sie haben zwar die Tochter, die während ihrer Abwesenheit nach dem Rechten sieht, aber die hat einen weiteren Weg dahin und kann nicht jeden Tag da sein. Die Nachbarn holen nun wenigstens tagtäglich die Post aus dem Briefkasten, damit der nicht überläuft und damit die Abwesenheit verrät.

Das fiel uns negativ auf:

  • Eines der aktuellen Hauseinbruchsopfer berichtete sehr anschaulich von dem traumatischen Erlebnis. Zum einen haben die Kinder das mitbekommen und „knabbern“ noch immer daran. Zum anderen ist da das Gefühl, dass Fremde den privaten Intimbereich durchwühlt haben. Schwerer wiegt, dass nicht nur materieller und damit ersetzbarer Privatbesitz geklaut wurde, sondern auch immaterielle Dinge, nämlich z.B. Familienfotos. Glücklicherweise waren diese durch ein Backup gesichert, aber sie sind nun einmal in fremden Händen.
  • Mehrere Besucher des Infostandes berichteten von Trickbetrügereien über das Telefon oder an der Haustür. Am Telefon geben sich Anrufer z.B. als Polizei aus und erbitten unter Vorwände z.B. Kontoinformationen. An der Haustür klingeln in letzter Zeit des Öfteren - auch das gehört wahrheitsgemäß dazu - vor allem Frauen, die dem Anschein nach osteuropäisch sind. Diese versuchen wort- und trickreich in die Häuser, Wohnungen und Geschäfte zu gelangen, um zu stehlen. Offenbar mit gutem Erfolg, wie berichtet wurde.
  • Apropos: Viele Interessenten haben von Firmen erzählt, die an der Haustür Alarmanlagen vermitteln wollen. Aus eigener Erfahrung - BuSi hat darüber berichtet - sollte diesen Angeboten zurückhaltend begegnet werden. Insbesondere wenn Ängste geschürt werden oder wenn man gedrängt wird, etwas sofort zu unterschreiben, ist Vorsicht geboten.
  • Vor allem ältere Einwohner beklagen eine zunehmende Rücksichtslosigkeit und Aggressivität im Straßenverkehr. In zweiter oder gar dritter Reihe parkende Autos, versperrte Überwege, Pöbeleien und Drängeleien seien auch in Buchholz an der Tagesordnung. Man merke auch den überörtlichen Durchgangs- und Umleitungsverkehr, der zu Lasten der Einwohner gehe. BuSi muss dabei immer wieder betonen, dass der Verein nicht den Straßenverkehr regeln darf, denn das ist Aufgabe der Polizei.

Das bringt die Mitgliedschaft in der BuSi:

  • Sie profitieren von günstigen Angeboten, ihr Haus einbruchsicher zu machen. Ehrlicherweise: Derlei Angebote gibt es einige, aber hinter den Angeboten der BuSi stehen auch qualifizierte Handwerker, die verfügbar sind.
  • BuSi-Mitglieder sind über eine Alarm-App mit Ortsangabe verbunden. Kinder der Vereinsmitglieder ab 12 Jahren werden ebenfalls eingebunden.

Abschließend eine Bitte:

Haus- oder Wohnungseinbrüche werden nicht immer der Polizei gemeldet. Dafür gibt es Gründe, die es zu respektieren gilt. Aber: Melden Sie Einbrüche dennoch! Allein durch das dadurch gewonnene Lagebild helfen Sie schon. Mehrere BuSi-Mitglieder sind selbst Einbruchsopfer gewesen und haben Zutrauen zur Polizei.

 

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