Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

Das Haus gegen Einbruch sichern, aber wie?

21. Februar 2020

Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik registrierte von 2012 bis 2018 in Französisch Buchholz durchschnittlich rund 33 Haus- und Wohnraumeinbrüche pro Jahr. Ende 2019 war Buchholz mal wieder Opfer einer konzentrierten Einbruchswelle. Im Vergleich zu anderen Bezirken und Ortsteilen Berlins ist das überschaubar, aber jeder Einbruch ist einer zu viel. Deshalb treibt aktuell viele die Frage um, wie das eigene Haus gegen Einbrüche gesichert werden kann.

Es gibt sehr viele Ratgeber und insbesondere die polizeilichen Hilfestellungen sind dringend zu empfehlen. Oft fehlen aber Hinweise zu den Anschaffungskosten. Allerdings ist das mitunter auch schwierig, denn vor allem seit den letzten fünf Jahren bieten selbst Supermärkte und Discounter brauchbare Sicherheitstechnik an. Wir wollen eine Hilfestellung geben.

1. Die günstigste Variante

Sorgen Sie ringsum Ihr Haus für Beleuchtung. Hier sollte ein kleines Grundlicht mit einem Bewegungsmelder für stärkeres Licht kombiniert werden. Wenn es draußen dunkel ist, sollte das Haus hell sein. Es reicht aus, ein sparsames LED-Licht im Haus brennen zu lassen. Wird das Haus längere Zeit verlassen, sollte das LED-Licht mit einer Zeitschaltuhr kombiniert werden.

2. Die nicht ganz so günstige Variante

Zusätzlich zu den unter 1. genannten Maßnahmen sollte eine Überwachungsanlage installiert werden. In den Baumärkten, bei Telefonanbietern wie z.B. der Telekom oder im Internet gibt es recht günstige Modelle. Bewegungsmelder und Glasbruchmelder reichen, um über einen Einbruch informiert zu werden. Bequem geschieht dies über eine dazugehörige App für das Smartphone.

3. Die ausgewogene Variante

Wer neben der Grundüberwachung auch eine vollüberwachte „Außenhülle“ wünscht, kommt um eine professionelle Alarmanlage nicht herum. Aus Erfahrung der BuSi ist es ratsam, diese gleich installieren zu lassen, auch wenn dies mehr kostet als z.B. ein Internetkauf mit Selbstmontage. Denn solche Alarmanlagen (z.B. ABUS Secvest oder Anlagen von Daitem) können sehr komplex sein und sollten durch Fachleute eingerichtet werden. Möglich ist eine finanzielle Förderung durch die KfW (Link), was die Kosten senkt.

4. Die teure Variante

Ergänzend zu den vorgenannten Investitionen kann eine Kameraüberwachung sinnvoll sein. Auch dafür gibt es günstige Angebote, aber eine professionelle Lösung kostet auch schon mal einen mittleren vierstelligen Betrag. Aber es lohnt sich, denn die Abschreckung durch Kameras, vor allem in Kombination mit einer Alarmanlage, ist hoch. Auch hierfür können KfW-Fördermittel beantragt werden.

5. Die sicherste, nachhaltigste und deshalb teuerste Variante

Die vorgenannten Maßnahmen dienen der Abschreckung, können aber einen Einbruch nicht verhindern, wenn das Haus nicht mit einbruchhemmenden Türen und Fenstern gesichert ist. Das heißt, dass z.B. alle erreichbaren Fenster durch Fenster der Widerstandsklasse RC3 auszutauschen sind. Das kann für ein Haus mehrere tausend Euro kosten, aber auch dies fördert die KfW.

BuSi kooperiert mit der Fa. WIRUS Fenster GmbH & Co. KG (Link) und empfiehlt das so genannte „BuSi-Fenster“, das die höchste privat erhältliche Sicherheitsklasse bietet. So ein Fenster kostet ca. 60% mehr als ein Standardfenster. Ein Einbruch ist aber nahezu unmöglich und es verschafft so ein sehr hohes Sicherheitsgefühl. Zudem ist es eine einmalige Anschaffung.

Fenstern und Türen mit einer hohen Widerstandsklasse können Alarm- und Überwachungsanlagen überflüssig machen. Gleichwohl empfiehlt BuSi eine gewisse Grundsicherung z.B. durch Beleuchtung.

Ein Schwachpunkt in Häusern ist oft die Balkontür, die leicht aufgehebelt wird. Dazu eine Beispielrechnung: Eine zweiflüglige Standardbalkontür mit Grundsicherung kostet einschließlich Einbau ca. 1.100 Euro. So eine Balkontür mit der Widerstandsklasse RC3 kostet nach Abzug der KfW-Förderung um die 1.400 Euro. Teurer, aber eine auf viele Jahre lohnenswerte Investition.

Die BuSi berät dazu gern (siehe auch „Extern“ [Link]).

Login