Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

Unverändert beliebt…

13. Oktober 2020

Unverändert beliebt bei illegalen Müllentsorgern sind die Umgebungen rund um die ehemalige Mülldeponie Arkenberge und den Karower Teichen. Dazu hatten zum einen die strikteren Vorgaben beispielsweise für mit Asbest belastete Dachpappen oder Asbestzement-Welltafeln und -Plattendeckung beigetragen. Zum anderen sehen sich die Übeltäter offenbar Corona-bedingt verschont, denn die Ordnungskräfte folgen derzeit anderen Prioritäten und sind noch mehr als bisher überfordert. Die Presse ist voll mit entsprechenden Meldungen und Berichten.

Die Besucher der hiesigen Landschafts- und Naturschutzgebiete melden zwar fleißig die Müllplätze über das Internetportal „Ordnungsamt-Online“ (Link) und der Müll wird regelmäßig abgeholt, aber dafür muss Berlin jährlich etwa 4,5 Mio. Euro ausgeben. Dieses Geld fehlt an anderer, sinnvollerer Stelle. Die amtlich erfassten Meldungen illegalen Mülls erreichen in Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg deutliche Spitzenwerte, aber mit 7.258 Meldungen in 2019 liegt Pankow auf dem vierten Platz, so eine parlamentarische Anfrage (Link).

Mitunter wird dazu die Frage gestellt, ob Müllmeldungen nicht einen Anreiz für mehr Müll sein können, denn die Entsorger sehen ja, dass ihr Müll ordnungsgemäß abgeholt wird. Dagegen spricht die klare Erkenntnis, dass Müll weiteren Müll anzieht. Liegt an einer Stelle heute ein Müllsack, kommen über Nacht weitere hinzu. Und oft genug besteht auch eine akute Gefahr, wenn etwa gefährliche Flüssigkeiten auslaufen.

BuSi bittet, weiterhin aufmerksam zu sein und nicht wegzusehen, wenn verdächtige Fahrzeuge mit Müll gesichtet werden. BuSi rät aber unbedingt zur Vorsicht, wenn die Täter bei ihrem Tun erwischt werden. BuSi liegen Aussagen vor, wonach zum Beispiel Gassigeher unbeeindruckt bedroht wurden. In solchen Fällen ist es ratsam, die Polizei zu rufen.

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