Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

Finanzamt bestätigt Gemeinnützigkeit

16. Juli 2020

Alle drei Jahre müssen Vereine eine Steuererklärung vorlegen, anhand derer überprüft wird, ob die gemeinnützigkeitsrechtlichen Voraussetzungen der Satzung mit der tatsächlichen Geschäftsführung des Vereins übereinstimmen. Für die BuSi heißt das konkret, dass jedwede satzungsrelevanten Vorgänge, Protokolle der Mitgliederversammlungen sowie Kassenprüfungsberichte eingereicht werden. Aus den Protokollen ergibt sich die Vereinstätigkeit, denn der Vorstand gibt darüber einmal im Jahr vollumfänglich Rechenschaft ab. Aus den Berichten sind die finanziellen Verhältnisse ersichtlich, die von gewählten Prüfern durchgesehen werden, die übrigens nicht zwingend dem Verein angehören müssen. Zudem haben die Vereinsmitglieder jederzeit das Recht zur Einsichtnahme in die Kassenunterlagen. Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I hat nunmehr erneut die Gemeinnützigkeit der BuSi bestätigt. Insbesondere darf die BuSi weiterhin Zuwendungsbestätigungen für Geld- und Sachspenden („Spendenquittungen“) ausstellen.

Corona: Sommerzeit = Einbruchzeit + Enkeltrickbetrug

24. Juni 2020

Sommerzeit = Einbruchzeit

Die Einschränkungen durch die Coronakrise und vor allem der Umstand, dass vermehrt Menschen zu Hause arbeiteten, haben es Einbrechern schwer gemacht. Wenn man diese Kriminalität wie eine unternehmerische Tätigkeit begreift, könnten die Sommerferien genutzt werden, um Verpasstes nachzuholen bzw. quasi Zielvorgaben noch zu erreichen. Die schrittweisen Lockerungen, von denen eben auch Einbrecher profitieren, sollten also Anlass sein, gerade jetzt besonders vorsichtig zu sein.

Wir weisen auf Warnungen der Polizei hin und geben hier stellvertretend eine aktuelle Warnung der Polizei Brandenburg (Link) wieder.

Enkeltrickbetrug

Das passiert nur anderen, aber mir doch nicht... Falsch! Die BuSi wurde auf so genannte Enkeltrickbetrüger aufmerksam gemacht, die auch in Französisch Buchholz zugeschlagen haben. Dazu hat die BuSi mit Betroffenen gesprochen und polizeiliche Unterlagen eingesehen. Die Polizei Berlin hat dazu eine aktuelle Warnung (Link) veröffentlicht, auf die wir hinweisen.

Wie läuft so etwas ab? Ein Beispiel:

Ein (angeblicher) „Familienangehöriger“ ruft an. Unter Tränen berichtet er, dass er sich mit Corona angesteckt habe und die Krankheit sich spontan und heftig entwickele. Er sei mit dem Helikopter in ein Krankenhaus gebracht worden und liege dort mit hohem Fieber auf der Intensivstation. Seine Lebenserwartung betrage laut ärztlicher Auskunft nur noch zwei Tage, aber er könne mit einem noch nicht zugelassenen Medikament gerettet werden. Dieses wäre aber sehr teuer (ca. 100.000 Euro) und es müsste bar bezahlt werden, weil die Krankenkasse die Kosten nicht übernehme. Die erste Spritze könnte sofort verabreicht werden, wenn in der nächsten Stunde eine Vorauszahlung in Höhe von 20.000 Euro an das Krankenhaus geleistet werde.

Der „Familienangehörige“ stehe in ständigem Kontakt mit dem verantwortlichen Arzt, aber dessen Namen kenne er nicht, denn auf der Intensivstation rennen so viele Ärzte geschäftig hin und her. Er könne sich das alles nicht merken, zumal er ja schwach sei. Weil das Medikament noch nicht zugelassen sei, dürften auf gar keinen Fall andere Personen hinzugezogen werden, damit der Arzt keinen Ärger bekommt. Der Arzt fürchte auch den Medienrummel, der entstehen würde, wenn andere davon erführen. Leider könne der „Familienangehörige“ nicht zurückgerufen werden, weil man ihm alles weggenommen hat; im Bett liege er nackt.

Fällt man auf diese Lügen herein, wird eine Geldübergabe in der Nähe des eigenen Wohnortes vereinbart wie etwa auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Der „Familienangehörige“ benennt dafür eine Person, die absolut vertrauenswürdig sei, weil sie zum Beispiel die Assistentin des behandelnden Arztes sei. Hat man die 20.000 Euro nicht parat, aber weniger, jedoch immer noch eine bedeutende Summe, so lassen sich die Betrüger mitunter darauf ein.

Man muss davon ausgehen, dass man von den Betrügern schon ab dem Verlassen des Hauses oder der Wohnung bis zum Ort der geplanten Geldübergabe beobachtet wird. Nach der Geldübergabe erhält man sogar eine Empfangsbescheinigung, die dem Anschein nach durchaus als echt empfunden werden könnte. Mit der kann man leider nichts anfangen, denn das Geld ist unwiderruflich weg.

Ein ebenfalls erschreckendes Detail könnte hinzukommen: Aus einem Buchholzer Fall lassen die Umstände rückschließen, dass Betrüger beispielsweise am S-Bahnhof Blankenburg in den 154er Bus steigen, um gezielt Senioren bis zu ihren Häusern und Wohnungen zu verfolgen. Wenn die Senioren telefonieren, dies altersbedingt vielleicht lauter als gewohnt, wird versucht, Namen von Angehörigen auszukundschaften. Das Ansehen des Wohnhauses vermittelt den Betrügern vielleicht einen Eindruck von erheblichen Werten und anhand des Namens am Klingelschild werden Telefonbucheinträge oder ähnliches durchsucht, um sich als Familienangehörige auszugeben.

Das alles ist hoch professionell organisiert. Ist man hereingefallen, tritt oft Scham ein, wenn man den Betrug bemerkt hat, weil sich vielleicht der echte Familienangehörige zwischenzeitlich als kerngesund gemeldet hat. Trotz dieser Scham ist es enorm wichtig, sich an die Polizei zu wenden. Denn zum einen könnte die Polizei den Betrug aufdecken und zum anderen kann die Polizei wichtige Erkenntnisse gewinnen, die anderen helfen würden. Und dazu etwas beigetragen zu haben, kann den Opfern durchaus zur Bewältigung des Schamgefühls helfen, so die Erkenntnis der BuSi.

BuSi wünscht sichere und frohe Ostern!

10. April 2020

Die Corona-Krise hat den gewohnten Alltag durcheinander gebracht. Auch die Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit haben sich verschoben. Beispielsweise ist die Beratung zu einbruchhemmenden Türen und Fenstern oder zu Alarm- und Überwachungsanlagen vor Ort in den Haushalten derzeit nicht möglich. Der Fokus liegt derzeit in der gegenseitigen Hilfe in der Nachbarschaft und im Rückhalt durch den Verein.

Leider lädt die Krise auch zum kriminellen Handeln ein. Deshalb sind Vorsicht und Umsicht geboten. Noch mehr als bisher lohnt deshalb ein Blick in die Beratungsangebote von Ämtern und seriösen Vereinen. Empfehlenswert sind zum Beispiel:

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK):

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:

mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Link)

In diesem Sinne wünscht BuSi sichere und frohe Ostern!

Redaktioneller Hinweis:

In den FAQ (Link), siehe obere Navigationsleiste, wurden die Daten zur Kriminalitätsstatistik in Deutschland, Berlin und Französisch Buchholz aktualisiert. Erfreulich ist, dass der prozentuale Anteil der versuchten, also erfolglosen Wohnraum- und Hauseinbrüche kontinuierlich steigt.

Das Haus gegen Einbruch sichern, aber wie?

21. Februar 2020

Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik registrierte von 2012 bis 2018 in Französisch Buchholz durchschnittlich rund 33 Haus- und Wohnraumeinbrüche pro Jahr. Ende 2019 war Buchholz mal wieder Opfer einer konzentrierten Einbruchswelle. Im Vergleich zu anderen Bezirken und Ortsteilen Berlins ist das überschaubar, aber jeder Einbruch ist einer zu viel. Deshalb treibt aktuell viele die Frage um, wie das eigene Haus gegen Einbrüche gesichert werden kann.

Es gibt sehr viele Ratgeber und insbesondere die polizeilichen Hilfestellungen sind dringend zu empfehlen. Oft fehlen aber Hinweise zu den Anschaffungskosten. Allerdings ist das mitunter auch schwierig, denn vor allem seit den letzten fünf Jahren bieten selbst Supermärkte und Discounter brauchbare Sicherheitstechnik an. Wir wollen eine Hilfestellung geben.

1. Die günstigste Variante

Sorgen Sie ringsum Ihr Haus für Beleuchtung. Hier sollte ein kleines Grundlicht mit einem Bewegungsmelder für stärkeres Licht kombiniert werden. Wenn es draußen dunkel ist, sollte das Haus hell sein. Es reicht aus, ein sparsames LED-Licht im Haus brennen zu lassen. Wird das Haus längere Zeit verlassen, sollte das LED-Licht mit einer Zeitschaltuhr kombiniert werden.

2. Die nicht ganz so günstige Variante

Zusätzlich zu den unter 1. genannten Maßnahmen sollte eine Überwachungsanlage installiert werden. In den Baumärkten, bei Telefonanbietern wie z.B. der Telekom oder im Internet gibt es recht günstige Modelle. Bewegungsmelder und Glasbruchmelder reichen, um über einen Einbruch informiert zu werden. Bequem geschieht dies über eine dazugehörige App für das Smartphone.

3. Die ausgewogene Variante

Wer neben der Grundüberwachung auch eine vollüberwachte „Außenhülle“ wünscht, kommt um eine professionelle Alarmanlage nicht herum. Aus Erfahrung der BuSi ist es ratsam, diese gleich installieren zu lassen, auch wenn dies mehr kostet als z.B. ein Internetkauf mit Selbstmontage. Denn solche Alarmanlagen (z.B. ABUS Secvest oder Anlagen von Daitem) können sehr komplex sein und sollten durch Fachleute eingerichtet werden. Möglich ist eine finanzielle Förderung durch die KfW (Link), was die Kosten senkt.

4. Die teure Variante

Ergänzend zu den vorgenannten Investitionen kann eine Kameraüberwachung sinnvoll sein. Auch dafür gibt es günstige Angebote, aber eine professionelle Lösung kostet auch schon mal einen mittleren vierstelligen Betrag. Aber es lohnt sich, denn die Abschreckung durch Kameras, vor allem in Kombination mit einer Alarmanlage, ist hoch. Auch hierfür können KfW-Fördermittel beantragt werden.

5. Die sicherste, nachhaltigste und deshalb teuerste Variante

Die vorgenannten Maßnahmen dienen der Abschreckung, können aber einen Einbruch nicht verhindern, wenn das Haus nicht mit einbruchhemmenden Türen und Fenstern gesichert ist. Das heißt, dass z.B. alle erreichbaren Fenster durch Fenster der Widerstandsklasse RC3 auszutauschen sind. Das kann für ein Haus mehrere tausend Euro kosten, aber auch dies fördert die KfW.

BuSi kooperiert mit der Fa. WIRUS Fenster GmbH & Co. KG (Link) und empfiehlt das so genannte „BuSi-Fenster“, das die höchste privat erhältliche Sicherheitsklasse bietet. So ein Fenster kostet ca. 60% mehr als ein Standardfenster. Ein Einbruch ist aber nahezu unmöglich und es verschafft so ein sehr hohes Sicherheitsgefühl. Zudem ist es eine einmalige Anschaffung.

Fenstern und Türen mit einer hohen Widerstandsklasse können Alarm- und Überwachungsanlagen überflüssig machen. Gleichwohl empfiehlt BuSi eine gewisse Grundsicherung z.B. durch Beleuchtung.

Ein Schwachpunkt in Häusern ist oft die Balkontür, die leicht aufgehebelt wird. Dazu eine Beispielrechnung: Eine zweiflüglige Standardbalkontür mit Grundsicherung kostet einschließlich Einbau ca. 1.100 Euro. So eine Balkontür mit der Widerstandsklasse RC3 kostet nach Abzug der KfW-Förderung um die 1.400 Euro. Teurer, aber eine auf viele Jahre lohnenswerte Investition.

Die BuSi berät dazu gern (siehe auch „Extern“ [Link]).

Weihnachten in Buchholz 2019

25. Dezember 2019

Zum mittlerweile fünften Male beschenkte der Weihnachtsmann die Kinder am Heiligen Abend auf dem Hugenottenplatz in Französisch Buchholz und wurde dabei von der "BuSi" unterstützt. Mehr zur Aktion hier: https://www.weihnachten-in-buchholz.de/

Der Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V. dankt all seinen Spendern und Unterstützern und

wünscht den Buchholzern und ihren Gästen alles Gute für das neue Jahr!

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