Verein für Sicherheit in Französisch Buchholz e.V.

„BuSi“ hilft, wenn Hilfe nötig ist

21. Oktober 2019

Trotz der umfangreichen Informationen auf der Vereinsinternetseite ist manchen Interessierten mitunter nicht ganz klar, worin die Vereinsarbeit der „BuSi“ ganz konkret besteht. „BuSi“ wird deshalb Bitten nachkommen, zukünftig die vielfältigen Tätigkeiten und Aufgaben mehr als bisher mit Beispielen zu erklären.

Satzungsgemäß hilft die „BuSi“, wenn Hilfe nötig ist, zum Beispiel - und selbstverständlich - in unangenehmen Situationen. Das kommt manchmal während der Fahrten mit dem BuSi-Auto vor. So konnte jüngst einer jungen Frau aus der Republik Moldau geholfen werden, die kurz vor Mitternacht mit einem kleinen Jungen und einem Baby im Kinderwagen verzweifelt an der Kreuzung der Haltestelle „Blankenfelder Straße“ stand. Dorthin gelangte sie mit der Tram 50, auf die aber der Anschlussbus nicht gewartet hatte. Sie winkte dem BuSi-Fahrer, der die kleine Familie in das BuSi-Auto lud und zu ihrem Ziel, der Flüchtlingsunterkunft auf der Elisabeth-Aue, fuhr. Dabei wurde der Bus eingeholt, aber während dessen Fahrgäste noch ein Stück zum Tempohome gehen mussten, konnte die Familie direkt an der Pforte zur Unterkunft aussteigen. Jugendliche, die nachts nicht von der Bahn wegkommen, ältere Menschen, die zur Dialyse müssen, Kinder mit einem kaputten Fahrrad oder andere kleine Notfälle - für solche Fahrten ist die „BuSi“ immer wieder da.

Ein unordentliches, ungepflegtes oder gar verwahrlostes Ortsbild kann zu einem Unsicherheitsgefühl führen. Dadurch können Orte entstehen, an denen Straftaten gehäuft vorkommen. Eine durchdachte Gestaltung des öffentlichen Raums und dessen regelmäßige Pflege ist deshalb aktive Kriminalprävention. In diesem Sinne haben Ende September 2019 die „BuSi“ und der Bürgerverein Französisch Buchholz e.V. (Link) die Gebüsche entlang der Hauptstraße vor der Jeanne-Barez-Schule und der Treffpunkt Gemeinde zurückgeschnitten und von allerlei Müll befreit. Ein Bericht mit Bildern ist in der Facebook-Gruppe „Französisch Buchholz - mein Kiez“ eingestellt (Link). Das Grünflächenamt Pankow hatte dies zuvor erlaubt. Ob und wie an dieser Stelle in den nächsten Jahren der traditionelle Herbstputz nötig sein wird, darauf sind Herr Bocian und Herr Jansen schon sehr gespannt. Denn zwischen der Gemeinde und der Schule entsteht gerade der Schulerweiterungsbau, für den sich beide Vorstandsmitglieder 2015/2016 - seinerzeit Herr Bocian als Vorsitzender der Gesamtelternvertretung und Herr Jansen als Vorsitzender des Schulfördervereins - mit vielen Buchholzern eingesetzt hatten. Die Eröffnung ist für Juli 2021 geplant und es gibt auch Überlegungen für eine Umgestaltung des Bereichs zwischen Schule und Hauptstraße.

Wenn das BuSi-Auto hält...

14. Oktober 2019

Ob als Abkürzung oder Umfahrung - die Blankenfelder Straße zwischen Blankenfelde und Französisch Buchholz ist bei Autofahrern beliebt. Fährt man hier mit den vorgeschriebenen 30 km/h, wird man gedrängelt und überholt. Denn kaum jemand hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung auf dieser recht breiten, gut ausgebauten Straße. Wenn das BuSi-Auto dort hält, aber schon und zwar bereits ab ferner Sichtweite... Löblich!

KLARSTELLUNG

15. Oktober 2019

Am 23. September 2019 hat „BuSi“ über die Meldeplattform „Ordnungsamt-Online“ (Link) eine illegale Müllentsorgung an der Stelle gemeldet, wo auf dem Eingangsbild dieses Artikels das BuSi-Auto zu sehen ist. Darüber hat „BuSi“ in seinem Artikel „Frisch, aber es stinkt“ berichtet (Link). Konkret befindet sich (Gegenwart, denn der Müll ist aktuell noch da) der Unrat etwa fünf Meter weiter auf dem Acker hinter den Bäumen und neben der Zuwegung. Allerdings, so das Ordnungsamt, liegt die genannte Fläche in Privatbesitz und deshalb müsse der Eigentümer den Müll entsorgen. Das ist natürlich bitter. Die Meldung kann unter der Meldungsnummer „gcdkap“ auf der Plattform gefunden werden.

Am 14. Oktober 2019 hat „BuSi“ festgestellt, dass ein paar Meter weiter in Richtung Buchholz ein neuer, sehr großer Müllhaufen am Straßenrand lagert. Um auch diesen Müll zu melden, wurden davon Bilder gemacht, siehe unten. Diese Meldung hat die Meldenummer „er1erl“. Das Problem dort ist, dass man auf der Blankenfelder Straße zwar viel Platz zum Autofahren hat, aber zum Halten nicht. Die Einfahrt zum Acker am sog. Graben 5 ist die einzige und nächstgelegene Möglichkeit dazu.

Nun kamen dem Fahrer auf dem Fußweg vom Müllhaufen zum BuSi-Auto zurück sehr viele Autos entgegen, die ungewohnt langsam fuhren. Das lag offenkundig am BuSi-Auto, das schon ab Blankenfelde sichtbar gewesen sein dürfte. Spontan kam in dem Moment die Idee für ein Bild in Kombination mit dem Verkehrsschild. Das BuSi-Auto stand also dort nicht bewusst für verkehrserzieherische Maßnahmen, zumal nur etwa 10 Minuten, sondern um illegalen Müll zu dokumentieren. Gleichwohl hatte das Halten dort eine präventive Wirkung und zwar ganz im Sinne der Vereinssatzung, denn „BuSi“ ist ein Präventiv-, kein Ahndungsverein. Ersteres ist erlaubt, letzteres nicht. BuSi hat jedenfalls nicht vor, daraus eine Gewohnheit zu machen - das können die Polizei und die Ordnungsämter besser.

Eben etwas anderes, nämlich polizeiliches Handeln, unterstellt der Artikel „Falsches Polizeiauto bremst Raser in Pankow“ vom 15. Oktober 2019 in der Berliner Morgenpost (Link). Schon der Titel suggeriert, dass das BuSi-Auto in seiner Aufmachung unrechtmäßig einem Polizeiwagen ähnelt. Das ist aber nicht der Fall und wäre überdies unter bestimmten Voraussetzungen sogar rechtmäßig, siehe in der oberen Navigation „FAQ“ (Link). Im Ergebnis ist der wahre Hintergrund für das Halten des BuSi-Autos deutlich unspektakulärer.

Illegaler Müll ist ein stetig zunehmendes Problem. Deshalb hat der Senat im Rahmen des Aktionsprogramms „Sauberes Berlin“ den Bußgeldkatalog für den Umweltschutz verschärft (Link). Leider ignorieren zu viele Berlinerinnen und Berliner dieses Problem, soweit sie dieses überhaupt als solches anerkennen. „BuSi“ jedenfalls nicht.

WEITERE KLARSTELLUNG

17. Oktober 2019

Die Berliner Morgenpost hat ihren Artikel „Falsches Polizeiauto bremst Raser in Pankow“ vom 15. Oktober 2019 in Reaktion auf die Klarstellung geändert, aber der Artikel, nunmehr datierend vom 16. Oktober 2019 (Link)*, bleibt in Teilen unverändert falsch. Zudem vermittelt der Artikel ein falsches Bild von der Wirklichkeit, das in den sozialen Medien, so beispielsweise im Facebookauftritt der Morgenpost zu diesem Artikel, zu vereinzelten Empörungsreaktionen geführt hat, die teilweise justiziabel scheinen. In Zeiten, in denen im Zusammenhang mit jüngsten schlimmen Ereignissen noch mehr als bisher über die Rolle der Medien diskutiert wird, kann deshalb so ein Artikel nicht ignoriert und ohne Gegenrede stehen gelassen werden. „BuSi“ informiert auf seiner Vereinsinternetseite recht umfangreich und transparent über seine Vereinsarbeit und zudem mit einer Klarheit, die wenig Raum für Missverständnisse und Fehlinterpretationen lässt. Gleichwohl akzeptiert „BuSi“ natürlich jedwede sachliche Kritik, aber inakzeptabel sind Medienberichte, die - bewusst oder unbewusst, vielleicht sogar gezielt - die Reputation von Vereinen, Institutionen oder Menschen beschädigen. Leider ist ein Teil der Medien diesbezüglich verhaltensauffällig, weil dies wohl zu ihrer Geschäftsgrundlage gehört. Vorrangig geht es dabei um Themen rund um „Kriminalität“, bei denen sich manche Menschen vor allem dann zu reflexartigen, oft hetzerischen Kommentaren eingeladen fühlen, wenn diese im Internet verbreitet werden. Darum ist im Facebookauftritt der „BuSi“ die Kommentarfunktion standardisiert deaktiviert, weil sich haft- und strafbar machen kann, wer dies zulässt.

Der Untertitel des Morgenpost-Artikels lautet: > Der Verein „Buchholzer Sicherheit“ stellt einen „Einsatzwagen“ an den Straßenrand, um eine Gefahrenstelle zu entschärfen. <

Nein, denn - wie bereits dargestellt - das Bild von dem BuSi-Auto hinter der Fahrbahnbegrenzung der Blankenfelder Straße entstand aufgrund einer einmaligen Gelegenheitssituation. Es gibt an der Stelle nicht einmal eine Gefahrenstelle. Alleiniger Anlass war, eine illegale Müllentsorgung zu dokumentieren. Auf der abgebildeten Zufahrt zum Acker besteht die einzige Möglichkeit, das Auto ohne Gefährdung anderer abzustellen. Der Vereinszweck Kriminalprävention schließt zudem die Verwendung des BuSi-Autos als „Einsatzwagen“ oder „falsches Polizeiauto“ aus, weil polizeiliche Aufgaben ausschließlich eben allein der Polizei vorbehalten sind.

Im Morgenpost-Artikel heißt es: > Immer dann, wenn der Verein Buchholzer Sicherheit seinen Kompaktwagen in blau-silberner Lackierung an die Böschung der Blankenfelder Straße stellt, gehen Autofahrer automatisch vom Gas - offenbar, weil die Vorüberfahrenden eine Geschwindigkeitskontrolle erwarten. <

Nein, denn es war nicht nur eine einmalige, sondern auch erstmalige Gelegenheitssituation. Der Satz suggeriert, dass die „BuSi“ an der Blankenfelder Straße wiederholt Geschwindigkeitskontrollen durchführt. Das ist falsch und hätte der Müll dort nicht gelegen, hätte das BuSi-Auto dort gar nicht gestanden. Wenn der Müll weggeräumt ist und sollte irgendwann dort mal wieder illegal Müll entsorgt worden sein, kann es aber durchaus sein, dass das BuSi-Auto dort erneut steht, wenn nicht anderweitig eine Haltemöglichkeit besteht. Im Übrigen ist das BuSi-Auto nicht wie die meisten Berliner Polizeiautos blau-silbern lackiert, sondern es hat eine weiße Grundfarbe und ist teilweise blau foliert. Zumindest dies sollte anhand der Bilder mit dem BuSi-Auto leicht erkennbar sein.

Weiter heißt es: > Zugleich handle es sich auch nicht um eine gewerbliche Sicherheitsfirma, stellt der Verein auf seiner Internetseite klar - die „BuSi“ betrachtet ihren Einsatz für die Sicherheit im Kiez als ehrenamtliches Engagement. <

Die Eintragung als Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt für Körperschaften setzt ehrenamtliches Engagement voraus, was im Rahmen der vom Verein abzugebenden Steuererklärungen fortlaufend geprüft wird. Insofern ist das eine allgemeine Betrachtung, also nicht alleine des Vereins, die übrigens, so eine parlamentarische Anfrage im Abgeordnetenhaus, von der Senatsinnenverwaltung geteilt wird.

Zum Absatz „Linke und Grüne lehnen das Engagement ab“ sei noch angemerkt, dass die „BuSi“ zwar in Berlin einmalig ist, aber bundesweit nicht. Gerade im benachbarten Land Brandenburg, wo bislang DIE LINKE. mitregiert hat und wo wohl bald BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mitregieren werden, werden die Bürgerinnen und Bürger vom Land ermutigt, Vereine wie die „BuSi“ zu gründen und Sicherheitspartnerschaften mit dem Land einzugehen. Nähere Informationen darüber enthält die Seite „Extern“ in der oberen Navigationsleiste.

* Ergänzender Hinweis: Die Berliner Morgenpost hat den Artikel nochmals geändert; er datiert nunmehr von 17. Oktober 2019 (Link). Seitens der BuSi besteht kein Aktualisierungsbedarf. Das BuSi-Auto erscheint noch immer blau-weiß, nicht blau-silbern...

NOCH EINE KLARSTELLUNG

17. Oktober 2019

Im wöchentlichen, jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter für Pankow vom 17. Oktober 2019 greift der Tagesspiegel (Link) den Artikel der Berliner Morgenpost auf. Dies aber weitgehend im Konjunktiv und die einmalige Erwähnung der richtigen Farbe des BuSi-Autos könnte darauf schließen lassen, dass sich der Tagesspiegel nicht allein auf den Mopo-Artikel verlassen, sondern auch den Artikel auf der Vereinsinternetseite gelesen hat. So weit, so gut. Aber das, was schon gänzlich im Mopo-Artikel falsch dargestellt ist, ist nun um weitere falsche Aspekte ergänzt worden. So heißt es beim Tagesspiegel: > Das Auto habe dort nur zufällig gestanden, weil Vereinsmitglieder im nahe gelegenen Wald nach unerlaubt entsorgten Müll gesucht haben. <. Nein, dort befindet sich kein Wald, sondern eine Ackerfläche, nämlich auf der Elisabeth-Aue, die durch eine Baumreihe von der Blankenfelder Straße abgegrenzt wird. Der Fahrer des BuSi-Autos hat dort auch nicht aktiv nach Müll gesucht, sondern diesen einfach aufgefunden, weil dieser direkt neben der Straße unter den Bäumen lagerte. Es hätte folglich jeder daran vorbeifahrende Autofahrer halten können, um diesen Müll zu melden. Weiter heißt es: > Die Polizei hat sowieso kein Problem mit dem blau-silbernen Einsatzwagen des Vereins, weil darauf kein Polizeiwappen, sondern ein eigenes Logo der „Buchholzer Sicherheit“ angebracht ist. < Abgesehen von der hier falsch dargestellten Farbe ist nicht allein das fehlende Hoheitszeichen entscheidend, sondern vielmehr ob retroreflektierende Folien verwendet werden (siehe FAQ in der oberen Navigationsleiste). Wie bereits erwähnt, sind zum Beispiel die Firmenfahrzeuge der Fa. Park & Control den Polizeiautos deutlich ähnlicher. Das BuSi-Auto, das zeigt die Erfahrung, vermittelt auf weiter Entfernung Ähnlichkeiten, aber je mehr man sich nähert, desto klarer wird der Unterschied. Sogar die Fahrzeuge der Volkssolidarität führen, so die Beobachtung, zu verändertem Verkehrsverhalten, obgleich die grün foliert sind. Schließlich heißt es: > Spielt also die „Buchholzer Sicherheit“, eine Art Bürgerwehr, die aber nicht als solche bezeichnet werden will, hier nun endgültig Polizei? < Nein, die „BuSi“ spielt keine Polizei - weder endgültig, noch ansatzweise. Andernfalls sähe sich BuSi längst einem Verbotsverfahren ausgesetzt. Richtig ist aber, dass die „BuSi“ nicht als Bürgerwehr bezeichnet werden will und eben auch nicht kann, weil sie es eben nicht ist. Allerdings beurteilen dies manche Bürgerinnen und Bürger nach ihrem eigenen Maßstab und Wertekanon, weil es diesbezüglich an einer Legaldefinition fehlt. Gefühlt richtig oder falsch bedeutet aber nicht zwangsläufig tatsächlich richtig oder falsch.

Abschließend:

Abschließend stellt sich zum wiederholten Male die Frage, warum die Berliner Morgenpost Inhalte z.B. aus Facebook offenbar ungeprüft übernimmt und in boulevardjournalistischer Art verbreitet. Diese Erfahrung machten schon einige Berliner Vereine und Initiativen. Im Hinblick auf die BuSi ist es nämlich so, dass die Tageszeitungen der Funke Mediengruppe (Link), zu der die Morgenpost gehört, Tätigkeiten wie die der BuSi andernorts durchaus gutheißt. Beispiele: https://www.morgenpost.de/brandenburg/article206356099/Gemeinden-suchen-Sicherheitspartner-fuer-die-Polizei.html / https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article208277039/Seit-20-Jahren-wachsam-unterwegs-Buerger-fuer-Sicherheit.html / https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article124793701/Mein-Verein-haelt-die-Augen-im-Namen-der-Sicherheit-auf.html / https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article207367191/Wie-Buerger-Einbrecher-in-Grosshansdorf-vertreiben.html / https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article208256589/100-Buerger-kuemmern-sich-in-Oststeinbek-um-die-Sicherheit.html / https://www.bergedorfer-zeitung.de/glinde/article212986743/Sicherheit-fuer-Oststeinbek-Auf-Spazierstreife-im-Ort.html , siehe im Übrigen die Rubrik „Extern“ (Link). Die Antwort darauf gibt Alexander Dinger, nach eigener Beschreibung in seinem Twitter-Profil (Link) „Head of police and crime“ bei der Morgenpost. In seinem freudigen Post für den Autoren des Artikels (Link) heißt es: „Diese Geschichte vom Kollegen @ChaWi_News [Red. Anm.: Thomas Schubert] läuft seit Tagen wie geschnitten Brot.“ - Aha! Als Antwort auf den Hinweis eines Kommentatoren auf die Klarstellung auf dieser Seite mutmaßt er: „Ich glaub eher, da hat jemand Muffensausen.“ - Grundsätzlich nicht. Warum auch? Die BuSi hat nichts falsch gemacht und nichts Unrechtes getan. Es sind ja auch lediglich Klarstellungen und immerhin wurde der Morgenpostartikel darauf hin zwei Mal geändert. Aber wenn Unwahrheiten Leser zu einem falschen Bild oder Verständnis führen und die Morgenpost es zulässt, dass deshalb in Kommentaren in ihrem Facebookauftritt zu Straftaten gegenüber der BuSi angeregt wird: Gerade in der heutigen Zeit dann doch schon.

Die vom illegalen Müll gemachten Bilder:

Frisch, aber es stinkt

24. September 2019

„Vorbeugen ist besser als Heilen.“ Ein bekanntes Sprichwort, wenn es um die Gesundheit geht. Alle wissen, dass es ärztlicher Hilfe bedarf, wenn die Selbstheilungskräfte oder etwa das eine oder andere Hausmittelchen nicht mehr reichen. Das ist bei Kriminalität ähnlich. Kriminalität ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und Aufgabe. Präventionsmaßnahmen treten Kriminalität entgegen und verhindern Gefährdungen. Aber: Die Verfolgung und Ahndung von Straftaten ist Sache von Polizei und Richtern und zwar alleinig! Darauf weist BuSi stets hin.

Die Erwartungshaltung ist manchmal eine andere, wenn BuSi über kriminelle Geschehnisse und Vorfälle informiert wird. Um dazu nochmal beispielhaft die Gesundheit zu bemühen: Selbst bei allergrößtem und grundsätzlichem Misstrauen gegenüber Ärzten ist es dennoch nicht ratsam, sich bei ernster Krankheit selbst heilen zu wollen oder Alternativen zu suchen. Insofern ist man selbst und ist eben auch BuSi kein Polizeiersatz und darf es übrigens auch gar nicht sein. Wenn Leib und Leben gefährdet sind, muss der erste Weg der zur Polizei sein. Zweifelsfrei bestehen da mitunter Ängste, Hemmungen oder gar Scham. In solchen Fällen hat BuSi allerdings schon unterstützen können.

Darüber hinaus analysiert BuSi, was in der Praxis getan werden kann, um Gefahrensituationen vorzubeugen. Schon Konfuzius sagte: „Ein bisschen Wissen ist eine gefährliche Sache.“ Deshalb ist BuSi für jedwede Hinweise zu kriminellem Tun dankbar, die natürlich vertraulich behandelt werden. Oft puzzeln sich Erkenntnisse erst nach und nach zusammen und runden das Bild ab. Im Hinblick auf deren Kommunikation sprach der Schriftsteller Paul Richard Luck den ratsamen Satz: „Weniger sagen als man weiß, und mehr wissen als man sagt!“ Immerhin hatte zuvor schon Marco Polo gesagt: „Ich habe nicht die Hälfte von dem erzählt, was ich gesehen habe, weil keiner mir geglaubt hätte.“ Klingt das konspirativ und verschwörerisch? Vielleicht - wer das so verstehen will. Doch ohne das Vertrauen auf die ausschließlich vereinsinterne Behandlung von gewissen Informationen käme BuSi gar nicht zu solchen und könnte keine pragmatischen Maßnahmen ableiten.

Getreu dieser Mottos kann BuSi aktuell zum einen berichten, dass das letzte Sommerwochenende mal wieder genutzt wurde, rund um Französisch Buchholz die Natur zuzumüllen. Das Eingangsbild zeigt einen offenbar frisch entsorgten Müllhaufen u.a. mit einem Gefrierschrank, Teppichen, Wellplatten, einer Matratze an der Blankenfelder Straße auf Höhe des Grabens 5. Die Mischung aus Haus- und Biomülltüten haben in der Sonne so gestunken, dass Fotos nur mit dem Wind im Rücken möglich waren. Eine Anzeige an das Ordnungsamt ist erfolgt. Zum anderen - zumindest das kann mitgeteilt werden - wird BuSi eine ausreichende und durchgängige Beleuchtung rund um die Skateranlage an der Cunistraße anregen - aus Gründen...

BuSi-Fahrradausfahrt 2019

16. September 2019

Bei allerschönstem Sommerwetter unternahm BuSi am 14. September 2019 seine traditionelle Fahrradausfahrt. Dazu waren auch die Familien der Vereinsmitglieder eingeladen. So ging es zunächst an der Panke und den Karower Teichen entlang in Richtung der Moorlinse Buch und von dort über die Hobrechtsfelder Chaussee hinweg zum Bogensee. Dort und im weiteren Verlauf des Bucher Forstes war es schon beeindruckend zu sehen, wie viele Wandergruppen und Spaziergänger mittlerweile die Natur im Nordosten Berlins erleben. Über den Kulturpfad „Steine ohne Grenzen“ wurde der historische Speicher in Hobrechtsfelde erreicht. Der wurde nämlich in diesem Jahr vom Förderverein des Naturpark Barnim umgebaut. Seit dem 1. Juni gibt es dort eine gute und sehr gemütliche Gastronomie (siehe Artikel in der MOZ - Link). Eine Terrasse mit schönem Blick in die Natur und sogar Liegestühle laden zum Verweilen ein. Die Besichtigung der kleinen Ausstellung zur Geschichte des Gutes ist kostenlos. Über Schönerlinde und die bis dahin fast fertig sanierte Schönerlinder Straße (B109) fanden sich die Radfahrer nach etwa 21 gefahrenen Kilometern zum gemütlichen Beisammensein mit anderen Vereinsmitgliedern in Buchholz ein. Wie immer war die Tour auch lehrreich, weil einiges über Bauvorhaben und die Geschichte erfahren werden konnte. So wurde BuSi erneut dem Motto gerecht: Auch das Gesellige darf in einem Verein nicht zu kurz kommen!

Illegaler Müll, fragwürdige Haustürgeschäfte, Fahrzeugaufbrüche

5. August 2019

Illegaler Müll

Nicht nur die BuSi, sondern auch mehrere Einwohner ärgert der illegale Müll, der die Landschaft verschandelt. Das Bezirksamt Pankow ist sensibilisiert, aber ernüchtert, was dauerhafte Lösungen angeht. Darüber berichtet Christian Hönicke vom Tagesspiegel in seinem "Leute-Newsletter am Donnerstag" vom 1. August 2019 (Link). Das Hauptproblem seien beschädigte und offene Schranken sowie demolierte oder abgebaute Verbotsschilder an den Zufahrten. Das wolle der für das Straßen- und Grünflächenamt zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn angehen und Bezirksumweltstadtrat Daniel Krüger habe die Idee, dass man nach Anwohnern oder Ehrenamtlichen suchen soll, die sich regelmäßig um die Schranken kümmern. BuSi unterstützt dies. Denn allein regelmäßig den Müll entsorgen zu lassen, kann nicht genügen, zumal eben dies als Anreiz für die Müllentsorgung begriffen werden kann. Vielmehr muss es den Tätern zumindest erschwert werden, die besonders geschützten Gebiete zu schädigen. Mehr ist wohl kaum möglich, wenn zum Beispiel in ganzer Länge auf der Straße nach Arkenberge Mülltüten oder in der Nähe der Karower Teiche Eimer mit Farbresten aus dem fahrenden Transporter an den Straßenrand geschmissen werden. Bleibt zu hoffen, dass solche Naturfrevel mal in flagranti erwischt werden.

Fragwürdige Haustürgeschäfte

In letzter Zeit wurde mal wieder an der Haustür für Alarmanlagen mit Vertragsbindung geworben. Die Erfahrungen mit Vertretern, die von Haus zu Haus gehen, sind unterschiedlich. Von "freundlich und entgegenkommend" bis zu "grob und ungehobelt" ist alles dabei. Gemein ist den Vertretern, dass sie Ängste schüren, indem sie beispielsweise auf viele Haus- und Wohnungseinbrüche in der Umgebung verweisen. Wer weiß schon wirklich darüber Bescheid?

Nun begab es sich, dass der BuSi-Vorstand in einer Hofeinfahrt zusammensaß und von so einem Vertreter angesprochen wurde, wobei sich der Vorstand ahnungslos gab. Netterweise war der Vertreter sehr auskunftsfreudig und zeigte auf Nachfrage mit dem Finger auf Häuser, in denen jüngst eingebrochen worden sei, auf ein Haus mit einer Alarmanlage der vertretenen Firma sowie auf ein Haus, deren entnervte Einwohner kurz davor seien, ihr Haus zu verkaufen und aus Angst wegzuziehen. Diese Hinweise hat der Vorstand dankbar aufgenommen, um die Nachbarn am Wochenende konkret danach zu befragen. Ergebnis: Jede Behauptung war tatsächlich eine Behauptung - schlicht unwahr! Die angeblich verängstigten und verkaufswilligen Einwohner waren gar nicht da, sondern tranken bei anderen Nachbarn draußen mit weiteren Nachbarn Kaffee und haben das Treiben der Vertreter beobachten können. Die Nachbarn waren eher verstört, weil die Vertreter gezielt Häuser fotografierten und den Gastgeber der Kaffeerunde in einer unflätigen Art und Weise aufforderten, zu ihnen zu kommen. Einbrüche und Einbruchversuche in der dortigen Nachbarschaft geschahen zuletzt vor 2017 und die Einwohner des besagten Hauses mit dem angeblichen Firmenvertrag haben zwar eine Alarmanlage, aber ohne jegliche Vertragsbindung.

Nun kann es sich hier um eine Ausnahme gehandelt haben und BuSi will solche Firmen, die Sicherheit an der Haustür verkaufen, nicht grundsätzlich schlecht reden. Aber es macht schon einen Unterschied, ob Vertreter als „selbstständige Sicherheitsberater“ gewinnorientiert Sicherheit verkaufen [müssen] oder ob ein Verein wie die BuSi selbstlos und uneigennützig zu Sicherheitsfragen rund um das Haus oder die Wohnung berät. Auch die Berliner Polizei rät von "übereilten Haustürgeschäften mit der Sicherheit" ab, siehe ihr Informationsangebot dazu unter diesem Link: https://www.berlin.de/polizei/aufgaben/praevention/diebstahl-und-einbruch/artikel.579137.php Für Haustürgeschäfte gibt es übrigens besondere Vertragsregelungen, die die Verbraucher schützen. Informationen dazu bietet das Verbraucherportal des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz "Wissen wappnet" (Link) an.

Fahrzeugaufbrüche

Mit Sorge nimmt BuSi zunehmende Fahrzeugaufbrüche und Aufbruchversuche in Buchholz wahr. Ziel sind vor allem Firmenfahrzeuge und Transporter sowie generell hochwertige Autos. Leider sind die Täter technisch sehr versiert, hoch spezialisiert, gut organisiert und überraschend schnell. So werden zum Beispiel elektronische Ortungssysteme und Alarmanlagen in kürzester Zeit ausgeschaltet. Nimmt man verdächtige Beobachtungen oder vielleicht auffällige Geräusche wahr, kann es in dem Moment schon zu spät sein. Auch hier gilt: Es gibt keinen 100%igen Schutz, aber man kann es den Tätern schwer machen. Informationen dazu bietet die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (Link) an; siehe dazu auch einen Artikel der BuSi vom 4. September 2018 (Link). Hilfreich ist eine aufmerksame Nachbarschaft. BuSi hält ebenfalls die Augen auf, nicht nur mit dem BuSi-Auto, sondern vor allem nachts gerne auch mal mit dem Fahrrad.

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